Die Schatzkiste

Kleines und Feines, Schönes und Schräges, Witziges und Nachdenkliches. Kunst und Schmuck für die schönen Seiten des Lebens, die Geschichten dazu und ein paar private Gedanken.

Samstag, 1. Juni 2013

Nymersia - Kette der Luft und der Wasser


Tief im Süden der magischen Welt Inbrianna befindet sich der wie ein fünfzackiger Stern erscheinende Kontinent Lusania. Es ist ein grüner Kontinent, der von zahlreichen Flüssen und Bächen durchzogen wird. Glitzernde Seen funkeln in der Morgensonne und in Tümpeln und Weihern quaken die zweiköpfigen Hornfrösche ihr trauriges Lied. Hier leben, an der Scheide zwischen Land und dem unendlichen Meer, die Menschen der TwaMdala. Die TwamDala sind ein zierliches, kleinwüchsiges Volk. Selbst ein ausgewachsener Mann wird selten größer als 7 Taf. Da sie sich fast ausschließlich unter freiem Himmel aufhalten, ist ihre Haut von den Sonnen gebräunt. Ihre Nahrungsquelle jedoch ist der Sumpf und das Wasser, daher schimmert sie außerdem grünlich -  eine nur schwer zu beschreibende Farbe.   Städte gibt im Marschland der TwaMdala nicht, sie bevorzugen das abgeschiedene Leben in kleinen Familienclans, die weit genug auseinander liegen um Streitigkeiten zu vermeiden, aber nah genug, um sich ab und zu gegenseitig einen Besuch abzustatten, etwa um Handel zu treiben oder einen Partner für den nächsten Lebensabschnitt zu finden. Jeder Lebensabschnitt dauert 7 Jahre. Mit 14 gilt ein TwaMdala als erwachsen und sucht sich seinen ersten Gefährten. Das Wort TwaMdala bedeutet "Vogel der schwimmt" und das ist eine äußerst treffende Bezeichnung, denn die TwaMdala verbringen einen Teil ihres Lebens auf und im Wasser und einen anderen Teil in den Wipfeln der Bäume. Die Hütten der TwaMdala sind phantastische Konstruktionen, die sich so gut in ihre Umgebung anpassen, das sie für fremde Augen nahezu unsichtbar sind. Sie werden auf Pfählen errichtet und duckten sich tief ins Schilf. Ganz unten bestehen sie aus dem unverwüstlichen  Holz des Eisernen Baumes. Hier glimmt abends das Kochfeuer und man man trifft sich zum Essen und zur Geselligkeit. Das wahre Wunder beginnt jedoch darüber. Jedes Stockwerk, das schräg von den Ufern der Seen und Sümpfe in die Bäume gebaut wird, ist verbunden durch Leitern und Treppen aus Lianen und Holz. Und je höher die Bäume des Waldes wachsen, desto luftiger werden die Bauwerke der TwaMdala. Hoch oben unter den Himmeln wird geschlafen und sich geliebt. Hier werden die Partner für einen neuen Lebensabschnitt gewählt, Zeremonien abgehalten und die sehenden Frauen lenken die Geschicke ihres Familienclans. So ist das Volk der TwaMdala gleichermaßen  in den Wassern und der Luft heimisch. Und so sind die TwaMdala ein äußerst naturverbundenes Vol. Sie beten zu den Göttern des Meeres, der Lüfte und des Waldes. 

Über den Gott Ûr, den Beherrscher aller Wasser, erzählt man sich an den Kochfeuern folgende Geschichte:

Unter dem südlichsten aller Meere lebte der Gott Ûr. Sein Palast aus tausendfarbigen Korallenstein war groß wie eine Stadt und seine verwunschenen Irrgärten und weiten Hallen  von solcher architektonischer Schönheit, dass man unter den Wasserbewohnern sagte, niemand solle sterben ohne einmal den Palast besucht zu haben, denn dann sei sein Leben sinnlos gewesen. Der Name des Palastes war Posendes. Im Zentrum erhob sich eine Halle aus roten Korallen. Abermillionen leuchtende Muscheln bedeckten ihre Wände und tauchen sie in das orangefarbene Licht eines ewig währenden Sonnenaufgangs. Hier nun residierte der große und mächtige Ûr, denn er war nicht nur ein Gott sondern auch der König aller Wasser. Und obwohl ein mächtiger und weiser König war, war er auch ein trauriger Gott der fühlte, dass es in seinem Innern eine große Leere gab, von der er nicht wusste,wie er sie füllen sollte.    

Lange dachte er darüber nach und als er nach vielen, vielen Jahren noch immer nicht wusste, was ihn so traurig machte, beschloss er seine beiden Schwestern, die Sonnen Sola und Rèu um Rat zu fragen. So legte er seine Regierungsgeschäfte in der Hände des weisen Rates und begab sich auf die Reise zur Insel des Wissens. Dort schwamm er an Land und sein langer goldener Fischschwanz verwandelte sich in Beine. Sein Zepter wurde zu einem knorrigen Wanderstab und derart gerüstet, bestieg Ûr den gewaltigen, schneebedeckten Gipfel des Berges Winter. Dort wartete er auf den Sonnenaufgang seiner beiden Zwillingsschwestern. Diese freuten sich sehr ihn zu sehen, denn ihre Welt lag außerhalb des Wassers und nur selten trafen sie sich mit dem Gott der Meerse, Flüsse, Bäche und Seen. " Du siehst traurig aus, kleiner Bruder" sagte Réu. " Ja" stimmte Sola zu. "sag uns was Dein Herz betrübt". Und Ûr sprach von der großen Leere in seinem Inneren. Da lächelten seine Schwestern und erhellten den Tag mit ihrem goldenen Licht. 

"Dir fehlt eine Frau" sagte Sola. " Ein Weib, das Dir deine Tage versüßt, Deine Augen zum Lachen bringt,  Deinen Körper zum Glühen und das Deinen Geist anregt" und Réu fügte hinzu: "und sie muss Dein Herz singen lassen". Da dankte Ûr seinen Schwestern für diesen Rat und ihm war viel leichter zumute, da er nun endlich wusste, was ihm fehlte.

Unter allen Wassern verbreitete sich die Nachricht, dass der große Gottkönig eine Frau suchte, mit Strömungsgeschwindidigkeit.  Fischeschwärme trugen die Nachricht bis in den allerletzten Winkel der Welt und schon sehr bald trafen die ersten Gesandten aus allen Ländern Imbriannas ein und brachten die Schönsten der Schönen in den Palast. Es kamen Delfinmädchen mit silberblauer Haut und seelenvollen schwarzen Augen, Seejungfrauen deren Schuppen glänzten wie polierte Edelsteine, geheimnisvolle Schönheiten aus der Stadt der schwimmenden Drachen mit grüner Haut und wallendem Haar. Ihre wundervollen, dunkle Stimmen hallten durch den Palast. Prinzessinnen aus den Flusslanden, ganz in Gold gekleidet, machten dem König ihre Aufwartung, schwimmende Pferdefrauen in silbernen Pelzen und Mandelaugen trafen ein, sogar de König der Kröten schickte seine jüngste Tochter. Sie entsprach zwar nicht dem gängigen Schönheitsideal, war aber sehr klug und hatte ein reizendes Wesen.

Der große Ûr sah sich alle an und viele gefielen seinen Augen, manche regten seinen Geist an und zuweilen glühte sein Körper - aber keine vereinte all diese Attribute und nicht eine Einzige brachte sein Herz zu singen. Die Leere in seinem Inneren blieb, ja sie wurde von Tag zu Tag größer, denn mit jeder Frau, die er wegschickte, verlor er ein bisschen Hoffnung. Irgendwann, nach vielen Jahren der Suche und des Prüfens kam der Tag, an dem er alle in Frage kommenden Frauen gesehen hatte, auch nicht eine war übrig und auch die Hoffnung in seinem Herzen war verbraucht. Da entschloss er sich ein weiteres mal an Land zu gehen und zu seinem Schwestern zu sprechen. 

Gesagt, getan. "Schwestern" sagte er "ich bin Eurem Rat gefolgt aber es war ein schlechter Rat, denn ich habe alle Frauen meines Landes gesehen und die Eine war nicht darunter. Nun ist mein Kummer größer als je zuvor."

"Bruder" antwortete Réu "wir umrunden die ganze Welt Tag für Tag und daher sehen wir Dinge, die sonst niemand zu erblicken vermag. Wir werden diese Frau für dich finden. Komme nach Ablauf des Sonnenjahres wieder hierher und wir werden Dir sagen, wo die Eine ist, die Dein Herz zum singen bringt. Da schwamm der Gott Ûr wieder hinab in sein nasses Reich aber er war immer noch traurig und die Hoffnungslosigkeit lies sein Herz im Dunkeln wandeln.
Dennoch stieg er nach Ablauf eines Sonnenjahres ein drittes Mal an die Oberfläche und erklomm den Berg Winter. Als er oben ankam, war es heller Tag und seine Schwestern erwarteten ihn bereits.
"Bruder" begrüßte ihn Sola "wir bringen Dir frohe Kunde, denn wir haben sie gefunden, die Eine, die Du suchst. "Ja" stimmte auch seine andere Schwester ein. "Und sie ist schön wie eine der Blume in den hängenden Gärten, ihr Herz ist so rein wie Schnee des Nordens und ihre Stimme so lieblich wie der Wein aus den Südländern." "Dann sagt mir wo ich sie finde, dieses wunderbare Geschöpf - und wie konnte sie bisher vor mir verborgen bleiben?"
"Reise in das Land der Marsch" antworteten seine Schwestern. "Dort leben die TwaMdala. Zwischen den Himmeln und den Wassern findest Du die, die Du suchst!"
Da wurde Ûr noch trauriger, wusste er doch, dass das Volk der TwaMdala, so sehr es auch mit den Wassern verbunden war, in seiner Welt nicht überleben konnte, denn die Menschen brauchen die Luft zum Atmen. Schwermütig kehrte er in seinen Palast zurück.
Dies kam dem Erzmagier Loki zu Ohren. Er war einer der größten Zauberer seiner Zunft. Man sagte, seine Mutter sei eine Frau aus der Dynastie der gefiederten Schlangen gwesen während sein Vater ein Meermann aus Umabtor war. Beide Blutlinen verfügten über starke magische Kräfte und so wurde aus Loki ein gewaltiger Alchemist und Hexer. Scheinbar wechselte er seine Gestalt wie es ihm beliebte und tauchte heimlich und verstohlen plötzlich aus dem Nichts auf. Er war ein Mann der Geheimnisse und obendrein ein verschlageneder Mann, der stets auf seinen Vorteil bedacht war. Wer klug war, mied seine Gesellschaft. Als Loki nun vom Kummer des großen Ûr hörte, verwandelte er sich in einen achtarmigen schwarzen Kraken  und begab sich nach Posendes. Dort schwamm er unerkannt und heimlich direkt in die Gemächer des Königs.
"Großer und mächtiger Ûr" sagte er "mit großer Betrübnis habe ich von Eurem Leid erfahren. Aber ich habe mächtigen Zauber gesehen und ich kann Euch helfen".  Und Ûr überlegte lange, ob er das Angebot annehmen sollte, denn er wusste, er würde einen hohen Preis dafür zahlen müssen. Aber schließlich gab er nach und der Erzmagier frohlockte. "Nenne mir Deinen Preis, Erzmagier" befahl er, doch Loki winkte ab "Ihr seid ein großer König, Herr und freue mich Euch zu dienen - vielleicht, wenn Ihr mir eines fernen Tages einen kleinen Gefallen erweisen könntet......."  So willigte Ûr schließlich ein, obwohl ein seltsames Gefühl in seiner Magenegend ihn warnte.
"Sehr gut" sagte Loki. "Geht und werbt um Eure Braut. Ich treffe Euch bei Eurer Hochzeit im Land der Marschmenschen wenn der rote Mond voll ist" . Und er  begab sich in die Tiefen des großen Schlundes, an die Stelle der Welt, wo das einzige Licht vom schlagenden Lavaherz im Erdinneren stammt. Dort schmiedete er eine Kette, schwer, schön und klar wie die Luft und so rein wie das Wasser. In blauen Perlen fing er die Magie der Meere, der Erde und der Himmel ein. Sie funkelte und schimmerte wie blaue Sterne an einem goldenen Firmament.
So entstand die Kette Nymersia. Die Geschichte ist natürlich noch lange nicht zu Ende, muss aber an anderer Stelle zu einer anderen Zeit weiter erzählt werden. Zumindest, FALLS jemand wissen möchte, wie sie endet, was aus dem großen Gottkönig Ûr wurde, ob es ihm gelang, die Eine, die sein Herz zum Singen brache zu finden und zu binden..... und natürlich, welchen Gefallen er Loki für seine magische Kette erweisen musste und wie sie bewirken konnte, dass eine aus demVolk der TwaMdala unter Wasser zu leben vermochte, denn genau das war die Magie, die dieser Kette innewohnte.
Die Kette selbst ist jedenfalls in den Wirren der Kriege der Drachen verloren gegangen. Überlebt und von Generation zu Genereation über tausende von Jahrhunderten hinweg weitervererbt wurde aber die Geschichte und mit der Geschichte eine Zeichnung der Kette. Nur dem Schicksal haben wir es zu verdanken, dass diese Zeichnung in meine Hände kam und ich veruchen konnte, eine ganz ähnliche Kette zu gestalten. Hier ist sie nun. Ein einzigartiges Stück. Eine Kette für eine ganz besondere Frau, fü reine, die das Herz eines Mannes zum Singen bringt.
Vielleicht bist DU diese Frau? Oder, lieber Leser - falls Du ein Mann bist - ist das die Kette mit der Du das Herz Deiner Liebsten gewinnen willst?   
Dann warte nicht länger - sie kann bald schon Dein sein!


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Sonntag, 12. Mai 2013

Königin Aurealis Armband

Einst, vor unermesslich vielen tausenden von Jahren, war die Welt von Inbrianna zersplittert in hunderte kleiner Königreiche. Ganz oben, im Land des hohen Nordens, der klirrenden Kälte und der zerklüfteten Berge, herrschte die Königin des Eises. Sie residierte in einem Schloss, das ganz aus Kristall auf der Spitze des höchsten Berges vom Nordland errichtet war. Ihr Thron aus Eis stand im Königinnen-Turm und dessen Spitze reichte bis hinauf zu den Sternen.

Königin Aurealis herrschte über ein Land aus Eis und Schnee, aus Bergen, die hoch in den Himmel ragten, aus weißen Weiten, die scheinbar nirgendwo begannen und sich über den Horizont ausdehnten.


Die Menschen ihres Landes waren mutige Jäger und Krieger, Männer wie Frauen. Groß gewachsen, mit fast weißer Haut und strahlend silbernem Haar trugen Sie lange Speere mit messerscharfen Spitzen aus den Kristallen der eisigen Berge. Sie bewachten die Grenzen gut und nur selten gelang es einen verirrten Wanderer einen Blick in ihr geheimnisvolles Land zu werfen. Allerdings versuchten das auch nur wenige - zu unwirtlich und kalt erschien die eisige Welt der Eiskönigin den Menschen des Südens. Und so herrschte Königin Aurealis lange Jahre über ein friedliches Land.

Man sagte der Königin göttliche Abstammung nach und der Legende zu Folge waren Ihre Vorfahren aus dem Himmel herabgestiegen. Ihr Gatte sei der Mond und ihre Brüder und Schwestern die Sterne.

Und die Königin selbst residierte in ihrer kristallenen Halle hoch oben unter dem Himmel und schaute von da aus durch die bogenförmigen Fenster ihres Schlosses hinab auf ihr weißes Land. Ihr Haupt zierte ein silbernes Diadem mit Bergkristallen und um Ihre Schultern lag ein Umhang aus dem Fellen eines weißen Crog.  Sie hatte ihn selbst in einem langen und blutigen Kampf erlegt und nun spendete sein seidiges Fell ihr jeden Tag das bisschen Wärme, das sie brauchte.  Nur sehr wenige ihrer Untertanen konnten von sich behaupten, einen Crog erlegt zu haben, war er doch das gefährlichste aller großen Raubtiere des Nordens. Er glich einer riesigen Katze, hatte ein gewaltiges Maul mit 2 messerscharfen Reißzähnen und die Krallen seiner 6 Füße waren gebogen und scharf. Auf dem Rücken des Crog saßen 2 gefiederte Flügel und er kämpfte daher sowohl auf dem Boden als auch aus der Luft. Das Fell eines Crog zeugte daher von großer Tapferkeit und Heldenmut und es galt im ganzen Königreich als Schatz von unermesslichen Wert.

Allerdings sah Königin Aurelia das ganz anders. An ihrem rechten Handgelenk trug sie das Armband der Macht, welches der Magier Muir ihr einst geschmiedet hatte. Es bestand aus einem milchigen Stein, der das Mondlicht enthielt und der Königin Weisheit verlieh. Außerdem waren funkelnde Splitter der Sterne  eingearbeitet und gaben ihr das alles sehende Auge. Kleine, funkelnde Steine  aus Nihaii, dem Metall der Götter, welches das Zwergenvolk tief unter ihrem Schloss abbaute, schenkten ihr Kraft. Perlen, die aus den Zähnen des Croc geschliffen wurden, verhalfen ihr zu ihr Mut und ein Herz aus Silber symbolisierte die Liebe, die das Volk des Nordens ihr entgegenbrachte. Zusammengehalten wurden alle die Steine und Perlen von einem zarten und fast unsichtbaren Band, das die Hexe Ivina der Sage nach aus ihrem eigen Haar gesponnen hatte und das ewige Jugend und Schönheit versprach.

Dieses magische und wundervolle Armband nun war der wahre Schatz der Königin.

Wie dieses Armband in meinen Besitz gelangte? Fragt nicht, denn das ist eine lange Geschichte und muss ein anderes mal erzählt werden. Aber Ihr findet es hier:

http://de.dawanda.com/product/45961090-Koenigin-Aurealis-Armband-der-Macht



Samstag, 9. März 2013

Ich glaube ich male mal wieder Blumen!

es wird Frühling und mir ist nach Blumen. Ich überlege gerade, wie ich folgendes Motiv umsetzen kann, ich glaube, es wird ein Aquarell.