Die Schatzkiste

Kleines und Feines, Schönes und Schräges, Witziges und Nachdenkliches. Kunst und Schmuck für die schönen Seiten des Lebens, die Geschichten dazu und ein paar private Gedanken.

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Eine Weihnachtsgeschichte der besonderen Art

der eine oder andere von Euch hat mich darauf angesprochen, dass die "Brandheiss-Story" nie ein richtiges Ende genommen hat und immer mal wieder mal wurde ich gefragt, warum ich nie darüber geschrieben habe, wie eigentlich alles ausgegangen ist.

Nun, dafür gab es zwei Gründe: zum Einen wusste ich nicht so richtig, wie ich es angehen sollte. Zum Anderen gab es -bis vor kurzem - eigentlich auch gar kein richtiges Ende.

Das ist inzwischen anders. Hier deswegen zum Jahresausklang der Versuch, ein wenig Vergangenheitsbewältigung zu betreiben - man möge mir bitte verzeihen.....

"Typ" verbrachte also die Nacht in der Ausnüchterungszelle bei der darmstädter Polizei. Über diese Nacht hat er nie gesprochen, sondern ist anschließend sofort zur Tagesordnung über gegangen, so als ob das Ganze nie passsiert wäre (übrigens war seine Wohnung fast nicht betroffen, ein Wasserschaden im Wohnzimmer, das war es auch schon).

Ich war verunsichert wie, bzw. ob es mit uns weitergehen sollte. Schließlich hatte es im Laufe des Jahres noch so die eine oder andere Sache gegeben, die mir sehr zu denken gab. Andererseits waren wir ziemlich genau 5 Jahre zusammen, das wirft man nicht so einfach über Bord. Und es war ja auch nicht alles schlecht. Aber ich habe mich wohl etwas distanzierter verhalten und das ist ihm dann auch irgendwann aufgefallen, worauf er mal wieder total unbeherrscht regaiert hat und meine, ich solle ihm halt seine Sachen vor die Tür stellen. Was ich dann auch innerhalb einer Stunde gemacht habe.

Tja, aber was soll ich sagen - nach ein paar Wochen habe ich mich wieder rumkriegen lassen. Genau genommen haben wir einen Deal vereinbart: er macht eine Therapie (deren Notwendigkeit er allerdings nicht eingesehen hat. NEIN -er hat kein Alkoholproblem - ER doch nicht!) und er beweisst mir, dass er es ernst meint, in dem er ein halbes Jahr lang keinen Tropfen trinkt. Andernfalls würde ich die Beziehung sofort beenden. Das mit der Therapie hat nicht geklappt - Zeit und Geldverschwendung hat man mir gesagt, wenn der Betroffene nicht einsieht, dass er ein Problem hat, und wirklich selbst etwas tun will. OK, dachte ich, versuchen wir es ohne, er hat mir ja sein Wort gegeben und wenn er das ein halbes Jahr schafft, ist das doch ein Schritt in die richtige Richtung. Wobei mir natürlich klar war, dass ich ihn nicht kontrollieren konnte, schließlich wohnten wir nicht zusammen und haben uns nur am Wochenende gesehen. Aber ich glaube einfach immer an das Gute im Menschen und außerdem - die Hoffnung stirbt zuletzt. Dieses halbe Jahr wäre am 24.1.2010 um gewesen.

Und es hat erstaunlich gut geklappt, jedenfalls hatte ich diesen Eindruck. Aber gerade als ich mir
erlaubt habe zu hoffen, dass er es wirklich schafft, kam der Reinheimer Weinachtsmarkt und mit ihm der Glühwein. Ich habe gearbeitet an diesem Abend aber schon auf dem Weg nach Hause traf ich jemand, der ihn gesehen hatte. Und als ich "Typ " darauf ansprach sagte er mir kaltschnäuzig ins Gesicht, ich solle mir doch nicht ins Hemd machen wegen ein oder zwei Glühwein.... Die hätte ich ihm übrigens vielleicht sogar verziehen, nachdem in den letzten Wochen wirklich alles so gut gelaufen war. Aber ein gegebenes Wort brechen und MIR dann noch ein schlechtes Gewissen dafür einreden wollen, das war dann doch zu viel. Totzdem habe ich mir nur etwas Zeit für mich ausgebeten. Ich hatte viel um die Ohren in letzter Zeit, bin gar nicht mehr zum nachdenken gekommen und ich wollte auch keine übereilte Entscheidung treffen (warum kann ich es mir eigentlich nicht manchmal wenigstens ein bisschen leichter machen?). Erst war er angepisst (Kommentar: dann geh hat zu Deinen twitterkumpeln....)

Aber letztendlich hat er dann doch mal bemerkt, dass es mir ernst ist. Und mich mit SMS-Liebeserklärungen bestürmt. Was ja eigentlich erst mal ganz schön ist. Wäre da nicht die Tatsache, dass er praktisch zeitgleich Accounts bei easyflirt und Friendscout24 angelegt hat! Und dabei blöderweise nicht bedacht hat, dass diese Portale Mailbestätigungen mit Zugangscodes verschicken - und das ich sein Mailpostfach verwalte! Tja - dumm gelaufen, mein Freund!

Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es fast schon wieder komisch.......Aber warum kann ich dann eigentlich nicht darüber lachen? Egal, zwischen den Jahren bekommt er seine restlichen Sachen zurück, viel ist das ohnehin nicht mehr. Und wie heisst es so schon in einem Song von REM. : if everybody hurts, take comfort in your friends........ In diesem Sinne wünsche ich allen meinen Freunden und Lesern, ganz besonders meinen twitterkumpeln, ein frohes, besinnliches und friedliches Weihnachtsfest und uns allen einen guten Start in ein besseres Jahr!

Liebe Grüße

Eure Schatzkiste

PS: dringender Hinweis an meine Leserinnen: falls Ihr gerade auf der Suche nach Eurem Traummann seid, möchte ich hier eine eindringliche Warnung ausspechen: Finger weg von dem Typ mit dem Nicname fitterC (das ist der mit dem athletischen Köperbau *ROFL* und der Vorliebe für gesundes Essen *doppel ROFL*) !

Samstag, 5. Dezember 2009

Twitter ist wie Stammtisch ohne Kneipe

als ich vor einem knappen halben Jahr überlegte, wie ich meine Schmuck-Eigenkreation vermarkten könne, riet mein Bruder mir zu diesem Blog. Gut und schön, sagte ich, aber wie mache ich ihn bekannt? Und mein Bruder sagte, na ganz einfach - mit Twitter! Und ich: Twitter - was ist das denn?

Ungläubiges Staunen zunächst. Wie - Du kennst Twitter nicht??? Dann ein kurzer Crashkurs in Microblogging. Überzeugt war ich davon nicht.

Ich dachte mir, das ist wieder so was für diese Computerfreaks - ihr wisst schon, die Leute die mit leicht irrem Blick 23,5 Stunden täglich vor ihrer Kiste hocken, sich überwiegend von Kaffee ernähren, ihren Schreibtsich mit irgendwelchen öminösen Ausdrucken und überquellenden Aschenbechern dekorieren und deren direkte zwischenmenschliche Kontakte sich auf den Pizzalieferservice beschränken. Für mich rangierten diese Leute gleich nach denen, die behaupten, schon mal von Außerirdischen entführt worden zu sein.

Aber, dachte ich, testen wir es halt mal. Kostet ja nix. Und Michael, mein Bruder, macht auch immer noch einen ziemlich normalen Eindruck. Also kann es wohl nicht schaden, sich einen Twitteraccount zuzulegen. Hab ich dann auch getan. Und mich damit in die Abhängigkeit begeben........

Weil - die Sache ist nämlich die: über Twitter lernt man ganz schnell und völlig unkompliziert Leute kennen. Und - sofern man das möchte - auch ziemlich gut. Was eigentlich erstaunlich ist, denn man hat maximal 140 Zeichen pro Nachricht (Tweet).

Ganz nebenbei übt man dabei übrigens, sich kurz und präzise auszudrücken. Daher würde ich dem einen oder anderen Politiker durchaus mal Twitter ans Herz legen!

Jedenfalls baute ich mir so relativ schnell und unkompliziert einen neuen Bekanntenkreis auf, Leute mit gleichen und unterschiedlichen Interessen, aus allen möglichen Altersklassen, Berufen und solzialen Schichten. Angestellte, Arbeitssuchende, Studenten, Rentner. Menschen mit Visionen, Ideen, Sorgen und Problemen. Menschen die da sind, wenn man mal nicht so gut drauf ist und die sich mir dir freuen, wenn etwas Tolles passiert. Menschen wie Du und ich eben. Kein irrer Blick, keine Aliens im Hinterzimer.


Irgendwann kam dann das Bedürfnis, den einen oder anderen real kennenzulernen. Und siehe da - auch das geht vollkommen unkompliziert. Weil nämlich die erste Hemmschwelle wegfällt. Man kennt sich halt schon ein bisschen. Dann ist es easy, sich auf einen Kaffee zu treffen. Entweder es funktioniert oder eben nicht.

Und am 04.12.2009 war es dann endlich soweit - das erste Twittertreffen in Darmstadt. Jan von meinda.de und Kalle (@darmstadt_news) haben das einfach klasse organisiert. @saxotom sorgte für den musikalischen Backround. @eol79 hat für echo-online berichtet, es gab sogar einen Livestream bei Radio Darmstadt. Witzig war, wir haben auch da wieder mit unseren "mobilen Endgeräten" gesessen und in die Welt hinaus getwittert. Jemand, der nicht weiß worum es geht, wird das sicher etwas merkwürdig finden. Natürlich haben sich Grüppchen gebildet. Ist ja auch logisch, man verfolgt sich gegenseiteig, twittert miteinander und kennt sich mehr oder weniger. Aber daneben ist es auch schön, neue Gesichter zu sehen und ich bin sicher, auch da ergibt sich wieder der eine oder andere persönliche Kontakt.

Neulich fragte mich übrigens jemand, was twittern mir eigentlich bringt. Da gibt es Verschiedenes. Man sucht etwas, braucht einen Tipp - irgendwer hat die Antwort. Ein kleines Beispiel: neuer Job, tolles Büro - aber kein Drucker am Arbeitsplatz! Habe ich dann getwittert und ein paar Tage später hatte ich einen, samt Druckerpatronen. Ein lieber Twitterer hatte einen zuviel. Aber das Wichtigste ist: ohne Twitter hätte es diesen schönen Abend beim "Wein-Schubert" nicht gegeben. Mit einer Ausnahme (@migowa) hätte ich vermutlich niemand aus der Runde kennengelernt - und das wäre wirklich schade! Deshalb hoffe ich auch für die Zukunft auf viele, viele Tweets, nette Menschen und weitere Twittertreffen mit Twitterlemon, Tlühweihn und heißen Twaronen......

Bis dann,

Eure @schatzkiste!

Ach ja - bevor ich es vergesse: meine ursprüngliche Intention, nämlich meinen Schmuck zu vermarkten, ist inzwischen vollkommen in den Hintergrund gerückt. Wichtig sind die Menschen, nicht der Zweck. Dennoch habe ich mich riesig gefreut, dass @FrauGucci von meinen Kreationen so begeistert ist - also vielen Dank nach München an dieser Stelle!

Samstag, 28. November 2009

DER NEUE TREND


Das ist er, der neue Trend auf dem Modeschmuckmarkt. Individuell gefertigter Ring mit einem Kunststoffkörper. Farbe: Schwarz, Metallteile: Silber. Die Perle kann ausgetauscht werden. So könnt  Ihr euer  Schmuckstück je nach Laune variieren.





 

Dienstag, 10. November 2009

FEENSTEIN - so schön sind Perlen







Ab sofort gestalte ich Perlenketten nach ganz persönlichen, individuellen Wünschen. Du bevorzugst eine spezielle Farbe? Eine bestimmte Länge? Ein besonderes Design? Kein Problem! Das Besondere daran: alle meine Produkte werden von Hand gefertigt, von der einzelnen Perle bis zum endgültigen Schmuckstück. Du wählst zwischen Farbe, Form und Größe, bestimmst Zusatzelemente und ob das Design klassisch oder modern sein soll. Neben den Ketten biete ich Armbänder, Ringe und Ohrschmuck an. Alternativ hast Du nach wie vor die Möglichkeit, aus meinem bestehenden Sortiment zu wählen.

ich freue mich auf Deinen Besuch in meinem neuen Onlineshop Ingrids-Schatzkiste bei

dawanda.com

 

Dienstag, 6. Oktober 2009

Bratkartoffelverhältnis

Habt Ihr Euch auch schon mal gefragt, woher das Wort Bratkartoffelverhältnis eigentlich kommt? Wie ich da jetzt draufkomme? Na ja, einer meiner Freunde aus Twitter fragte mich, ob ich Eines hätte. Worauf ich antwortete, es sei im Moment wohl eher ein Zwiebelkuchenverhältnis. Was wiederum daran liegt, dass ich beim Wein Schubert (Dieburger Straße 64, Darmstadt) unter http://www.da-stadt.de/wein.htm auf ein leckeres Zwiebelkuchenrezept gestoßen bin.

Da ich a)blond und
b) eine Frau bin

hab ich mich sofort darauf gestürzt ohne groß darüber nachzudenken, dass 6 kg Zwiebeln für den normalen Hausgebrauch vielleicht doch ein kleines bisschen viel sein könnten. Abgesehen einmal davon, das ich vom Zwiebelschälen jetzt Oberarme wie Arnold Schwarzenegger in "Conan der Barabar" habe, fehlte mir die Riesenpfanne um alles anzubraten...... Aber das ist mal ein anderes Thema.

Zurück zum Bratkartoffelverhältnis. Wie kommt die gute, alte, deutsche Bratkartoffel nur zu einem solchen, sagen wir mal, doch leicht negativ behafteten Image? Laut Wikipedia handelt es sich bei einem Bratkartoffelverhältnis um "eine lose Liebesbeziehung ohne Trauschein". Entstanden ist das Wort nach den Weltkriegen, als es viele aus der Not geborene Zweckbeziehungen gab.

Das gab mir reichlich Grund über meine eigene Situation nachzudenken. Gut - Trauschein haben der MANN und ich nicht. Und das ist auch gut so! Sogar ich als Blondine bin begrenzt lernfähig. Und schließlich war ich über 20 Jahre mit dem besten aller Ex-Ehemänner verheiratet. Kommt mir kein Kerl mehr dauerhaft in`s Haus!

Ich mein, es ist doch so. Der MANN kommt Samstag und geht Montag wieder. Anschließend brauche ich einen halben Tag um die Wohnung wieder in einen einigermaßen begehbaren Zustand zu versetzen und sämtliche Vorräte in Kühlschrank und Speisekammer zu ergänzen.

Und trotz intensivster Bemühungen ist es mir immer noch nicht gelungen, auch nur die einfachsten Regeln einer gemeinsamen Haushaltsführung in den  MANN reinzukriegen. Neulich fragte ich ihn zum Beispiel, ob es vielleicht helfen würde, an den Mülleimern Schilder anzubringen, wo draufsteht, was jeweils reingehört. "Wieso"? fragt er. "Na, weil`s schön wär`, wenn Du Deinen Müll da reintun würdest, anstatt ihn überall `rumliegen zu lassen"! "Ich kann Dich doch fragen" sagt er. "Und warum hast Du das nicht gemacht?" "Weil Du schon geschlafen hast"! Die letzten 5 Jahre oder was???

Oder die Sache mit der Microwelle. Also der MANN ist Techniker, angeblich jedenfalls. Und bringt es nicht fertig, sich was in der Microwelle aufzuwärmen, ohne dabei entweder die Uhr zu verstellen oder das Teil dazu zu bringen, verwirrte und höchst nervende Piepstöne von sich zu geben. Von den fettigen Fingerabdrücken auf der Scheibe will ich mal gar nicht erst anfangen. Ich meine, das Teil hat einen Griff. Der ist nicht nur zum Aufmachen - nein, damit kann man die Tür auch wieder schließen!

Und die Sache mit der Dusche erst. Jedesmal wenn MANN duscht, steht das gesamte Bad unter Wasser. Dummerweise hat MANN zur Zeit keine eigene Dusche, er baut nämlich um. Seit vergangenen März, um genau zu sein......Weil sein Bad soooo groß ist. Ca. 3qm würde ich mal schätzen. Zum Duschen kommt er also öfter. Und jedesmal muss ich hinterher das Bad putzen, weil - ihn stört es ja nicht wenn man zum Klo schwimmen muss. Von der leidigen Geschichte mit dem ewig offen stehenden Klodeckel ganz zu schweigen.

Gebrauchtes Geschirr wegräumen geht irgendwie auch nicht. Dabei hab`ich sogar eine Spülmaschine, bin nämlich von Haus aus eher der bequeme Typ. Tür auf, Geschirr rein, fertig. Aber nicht mal das klappt. Alles steht irgendwo rum. In der Küche, im Wohnzimmer und neulich fand ich beim Staubsaugen sogar mal einen Teller mit Spagettiresten unter`m Bett!

Manchmal frage ich mich wirklich, warum ich das eigentlich mitmache. Vermutlich liegt es daran, dass ich eben doch nur begrenzt lernfähig bin. Oder vielleicht sind es auch masochistische Anwandlungen. Und irgendjemand muss ja jetzt auch den ganzen Zwiebelkuchen essen......

In diesem Sinne - bis zum nächsten Mal. Meinen Dank für die Inspiration geht diesmal übrigens an den lieben Eilander!

Eure Ingrid

Samstag, 3. Oktober 2009

Tag zu verkaufen

Es gibt so Tage, da klappt einfach gar nichts so wie es soll. Kennt Ihr das? Ich unterscheide da zwischen

a) bessere Tage
b) so Tage halt
und c) Tage, an denen ich besser erst gar nicht aufgestanden wäre.

"Bessere Tage" sind Tage, an denen alles klappt, was man anpackt. Die Sonne scheint morgens schon ins Schlafzimmer, der Hund hat gute Laune, die Brötchen sind frisch und der Kaffee duftet. Normalerweise ist es ein Tag, an dem ich frei habe und tun und lassen kann, was ich will. Bedauerlicherweise sind diese Tage eindeutig in der Minderheit.

Zu "so Tage halt" gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Das sind eben Tage, an denen nichts schief geht. Man schafft es, rechtzeitig den Zug zu erwischen oder einen Parkplatz in Büronähe zu ergattern. Auf der Arbeit läuft alles normal, was bedeutet, dass es keine neuen Katastrophen gibt. Das Mittagessen in der Kantine ist genießbar und in der Kaffeepause gibt es sogar Kaffee. Kein Stau auf der Rückfahrt und ein Fernsehprogramm, das einen zumindest nicht sofort in den Wahnsinn treibt.

Und dann gibt es da noch c), also "so Tage halt". Das sind dann Tage, an denen klappt rein gar nichts. Der Hund hat im Laufe der Nacht ins Wohnszimmer gekotzt. Ich bin im Halbschlaf reingetreten. Natürlich bin ich ausgerechnet heute sowieso spät dran. Zu allem Überfluss ist der Kaffee alle. Macht aber nix, weil die Milch auch schon so komisch riecht, fällt Frühstück halt ganz aus. Das spart zwar Zeit, aber ohne meinen Kaffee morgens bin ich kein Mensch. Gaaaanz schlecht! Der Tag hat jetzt schon verschissen. Ich will nur noch Eines - wieder in mein Bett!! Geht aber nicht, muss zur Arbeit (auch das noch!). Also erst mal ab unter die Dusche. Und hier gleich das nächste Problem. Ich wohne nämlich in einem Altbau. Da sind die Wasserleitungen schon so mit Schmodder oder was weiß ich was zugesetzt, dass wir nur noch Minimaldruck haben. Da kann es dann schon mal vorkommen, dass das Wasser aus der Dusche nur noch tröpfenchenweise kommt, wenn in der Wohnung unter mir der Spülkasten vom Klo vollläuft. Wenn unten auch gerade geduscht wird, kommt gar kein Wasser mehr raus, nirgens. Was meinen Arbeitgeber aber eher weniger interessiert. Wenn ich deswegen zu spät komme, gibt es einen Anschiss. Und das geht dann so weiter. Nix als Ärger. Irgendwer hat Irgendjemand Irgendetwas versprochen, was so überhaut nicht funktioniert. Und wer hat den kleinen Schreihals am anderen Ende der Leitung dann an der Backe? Na klar, ich natürlich! Statt Mittagspause gibt es einen Lunch and Learn. Das heisst dann, da kommt einer von einem Hotel oder einer Fluglinie und versucht uns was Neues beizubringen. Lunch und Learn deswegen, weil er (oder sie) etwas zu essen mitbringt. Mit etwas Glück sind die belegten Brötchen sogar genießbar. Nur gibt es gerade heute in der Kantine mein Lieblingsessen.

Endlich Feierabend. Es ist Messe. Alle wollen nur eines - nämlich raus aus Frankfurt. Und irgendwie scheinen alle in meine Richtung zu wollen. Also Stau. 2 Stunden Fahrtzeit für knapp 60 Kilometer - ich bin begeistert!

Zuhause wartet dann noch Arbeit auf mich. Die Spülmaschine ist voll. Bevor ich loslegen kann, muss ich aber erst mal 5 Liter heißes Wasser einfüllen - wegen der alten Leitungen..... zu wenig Wasser beim Spülgang = Spülmaschine heizt nicht = Geschirr bleibt schmutzig.

Dann noch mit dem Hund raus und natürlich regnet es in Strömen. Ist dem Hund aber wurscht. Wenigstens darf ich danach wirklich endlich wieder in mein Bett und mir die Decke über den Kopf ziehen........

Von diesen Tagen gibt es reichlich in meinem Leben! Und daher - falls es jemand von Euch langweilig ist, bitte unbedingt bei mir melden. Ich verkaufe die Dinger im Dutzend und mach` Euch auch einen guten Preis!

Eure Ingrid

PS. ich danke @migowa und @TillaPe für die Inspiration zu diesem Post!

Mittwoch, 30. September 2009

Neulich im Supermarkt......

Also, das muss ich Euch jetzt noch schnell erzählen. Die meisten von Euch wissen ja, dass ich ab und zu im Supermarkt meines Vertrauens jobbe. An der Kasse. Leicht zu erkennen an einem schwarzen T-Shirt mit einem relativ undezenten Aufdruck, der besagt, dass ich Lebensmittel liebe. Tu ich ja auch. Aber es gibt da noch ein paar andere Sachen, die ich noch mehr liebe.... Aber das ist ein anderes Thema.

Jedenfalls, bei uns müssen die Kunden ihr Obst noch selbst wiegen (da hab` ich ja schon mal darüber geschrieben). Und manchmal wissen die Leute das nicht oder haben die ca. 25 Schilder, die da drauf hinweisen, übersehen. Kann ja mal vorkommen. Dann muss ich a) entweder jemand holen, der das schnell macht. Oder b) den Kunden darum bitten, noch mal in die Obstabteilung zu flitzen und das nachzuholen. Das kann dann schon mal dauern. Oder aber c) ich flitze selbst.

Neulich hatte ich aber mal was Neues. Ich sitz` da also so an meiner Kasse, da seh`ich doch, wie eine einzelne Banane angerollt kommt. Brav gewogen und mit dem Scanneraufkleber versehen. Dann 10 cm Lücke auf dem Laufband und wieder eine einzelne Banane. Auch mit Aufkleber. Na ja, denke ich, das ist vielleicht eine andere Sorte (jaaaaaa, es gibt verschiedene Sorten Bananen! Und alle sind krumm). War aber nicht so. Und während ich noch überlege, kommt auch schon die nächste. Und dann noch eine und noch eine. Alle einzeln. Alle gewogen.... Vor mir steht ein seriös wirkender Mann in den besten Jahren. Ich guck mal so nach rechts unten, ob da vielleicht ein Kind mit bei ist, die wiegen ja gerne mal, das wär`dann schon eine Erklärung. War aber nicht. Hmmmm. Ich hätte ja schon gerne mal gefragt. Aber da ist man bei uns im Markt etwas pingelig. Weil - der Kunde ist König! Wenn er nicht wiegt, dann rennen wir. Und wenn er alles einzeln wiegt, dann ist das schließlich seine Sache. Aber Gedanken werd`ich mir ja wohl noch machen dürfen! Vielleicht war er ja genervt, wegen der ganzen Wiegerei und das war die Retourkutsche. Oder er wollte einen Terrorakt auf meine Nerven verüben. Da muss er sich aber schon etwas mehr anstrengen. Nächste Woche sind Erbsen im Angebot. Wenn er die einzeln wiegen würde, also das würd`mich dann schon aus der Fassung bringen! Aber da hätte er dann ein echtes Problem mit den Aufklebern.......

In diesem Sinne, bis nächste Woche im Supermarkt unseres Vertrauens!

Sonntag, 20. September 2009

Dänemark, allerletzter Teil - wirklich!!!


So, jetzt muss ich aber doch mal ein paar Dinge klarstellen. Nämlich, dass ich jetzt so ca. 20 Mal in Dänemark war, immer in Vejers Strand.

Wenn alles so schlecht wäre, hätte ich das sicher nicht gemacht. Ich hab manches etwas überspitzt. Damit Ihr beim Lesen auch etwas zum Lachen habt. In der Tat gefällt es mir aber sogar ausnehmend gut da oben. Das Wetter ist nicht schlecht, man ist höchstens falsch angezogen. Und die Zeiten, wann das dänische Militär übt, kann man im Internet nachlesen - und oft genug bekommt man von den Übungen auch gar nichts mit.

Dafür bekommt man absolute Traumstrände, wird überall auf gut verstanden, hat komfortable Häuser, oft mit Pool und Sauna zu vernünftigen Preisen und darf meist Haustiere mitbringen. Die Dänen sind ein ansgesprochen freundliches Volk und man gewinnt schnell Freunde.
 
Buchen tu`ich grundsätzlich bei

http://www.vejers.com/
- dort gibt es eine riesengroße Auswahl an Ferienhäusern für jeden Geschmack und Geldbeutel. Der Service ist

erstklassig, kompetent und ausgesprochen freundlich. Kann ich wirklich nur empfehlen!

Es gibt Platz für jeden, der Strand ist breit genug. Links gehts zum Autostrand, das bedeutet, man kann wirklich mit dem Wagen an den Strand fahren und wenn man will, da direkt seinen Grill aufbauen oder was man auch sonst tun möchte.
Rechts (also in nördlicher Richtung) dürfen keine Autos hin und man kann kilometerweise laufen oder mit dem Rad fahren, Drachen steigen lassen, surfen, baden, Burgen bauen oder Muscheln und Bernstein suchen, fast alles geht!

 
Im Hinterland gibt es größere Städte, Legoland ist nicht allzu weit entfernt, man kann angeln, reiten oder im Herbst Pilze suchen gehen. Es wird also nie langweilig. Die Infrastruktur ist gut, und auch wenn

das Leben etwas teurer ist als bei uns, durch den Euro hat sich das eigentlich ziemlich angeglichen in den letzten Jahren. Na ja, ausser bei Spirituosen vielleicht.
Rundum kann man einen erholsamen Urlaub in Verjers verbringen und ich bin sicher, nächstes Jahr geht es wieder hin!

Freitag, 18. September 2009

Wellness mal anders - Dänemark, letzter Teil


Und dann war da noch dieser ganz besondere Tag. Es hat nämlich zur Abwechslung mal so gut wie fast gar nicht geregnet! Ziemlich windig war es trotzdem, es müssen wohl die letzten Orkanböen gewesen sein. Ich dachte, das gibt sicher super Wellen. Also, Luna an die Leine und ab an den Strand. Sicherheitshalber diesmal mit Regenjacke und Baseballkappe. Letztere ist bei Windstärke 7 aber aber eher sinnlos, hab ich dann auch gleich gemerkt. Der Wind wehte nämlich alles, was nicht festgetackert oder sonstwie befestigt war, davon. Und ich hab`nun mal was gegen Tackernadeln im Kopf! Die schöne Kappe dümpelte also null komma nichts in den Nordseewellen. Ich nix wie hintennach und natürlich nasse Füsse bekommen. Luna fand auch, dass das ein tolles Spiel war. Dabei rennt sie sonst nichts hinterher, was nicht mit Leberwurst gefüllt ist. Trotzdem - sie hat gewonnen! Prima, nun war meine Baseballkappe nass, voller Sand UND Hundesabber.


Was ich aber eigentlich erzählen wollte: je näher wir dem Stand kamen, desto heftiger der Wind und mit dem Wind kam der Sand. Schöner, weißer, feiner Nordseesand. Und zwar einfach überall - im Mund, in den Haaren und in Augen und Ohren - es fühlte sich an, als schmirgele einem jemand sie Haut ab. Peeling a la Nordsee, sozusagen. Oder Sand im Getriebe , je nachdem, wie man es sehen will. Hatten wir soooo extrem auch noch nicht. Na ja, war halt ein Urlaub der Superlative!

Mittwoch, 16. September 2009

Kriegsspiele - Dänemark Teil 4




Also die neue Regenjacke hätte sich an diesem Tag echt gelohnt - wenn ich sie denn angehabt hätte....... Aber es sah doch gar nicht so übel morgens. Ungefähr so lange, bis ich die 2 Kilometer zum Strand gelatscht bin. Dann fing es an zu regnen. Murphy`s Law mal wieder: es fängt genau dann an zu schütten, wenn Du am weitesten von daheim weg bist! Wann auch sonst......


Lieber Petrus,


ich bin inzwischen absolut davon überzeugt, dass die Regenjacke eine sinnvolle Anschaffung war! Du musst es mir nicht jeden Tag auf`s Neue beweisen. Schicke Sonne - BITTE!!!!


Leider hielt das besch..... Wetter das dänische Militär nicht von seinen Übungen ab. Angrenzend an unseren Urlaubsort liegt nämlich das Vogelschutzgebiet Kallesmaersk Hede und das ist gleichzeit ein Truppenübungsplatz. Jaaaa - richtig gelesen! Was ich vorher natürlich wusste, schließlich war ich schon öfter hier. Diesmal haben sie es aber wirklich toll getrieben. Die haben nämlich auch Flugzeuge, F16 genau genommen. Und zwar - wenn man Wikipedia glauben darf - 51 Stück davon. So gesehen, kann ich sogar dankbar sein, denn vermutlich waren die nicht alle hier. Die, die aber da waren, sind ordentlich tief über den Strand gedonnert. Der übrigens in südlicher Richtung gesperrnt war, weil da die Flaggeschütze in Stellung lagen und versuchten, besagte Flugzeuge abzuschießen. Mit Übungsmunition natürlich, aber trotzdem schön laut. Es soll ja Menschen geben, die kommen extra hierher um da zuzugucken. Hab ich schon gesehen, kein Witz. Sind natürlich immer Männer. Wobei ja noch nicht wissenschaftlich erwiesen ist, das Männer überhaupt Menschen sind. Jedenfalls, die liegen dann mit Ferngläsern in den Dünen und würden am liebsten mitspielen. Irgendwie kann ich das nicht verstehen. Was vielleicht daran liegt, dass ich a) eine Frau bin und b) blond. Jedenfalls zur Zeit gerade.


Natürlich hat uns das Übungsschießen voll beim Spaziergang erwischt - als ob es nicht schon unangenehm genug wäre, pitschenass durch den Regen zu laufen! Erst kam der Flieger, dann der große Knall und dann war mein Hund Luna von 0 auf 100 in 10 Sekunden - und erst mal verschwunden vor lauter Schreck. Ist aber zum Glück nix passiert, er war nur 20 Minuten vor mir wieder zuhause und schon fast trocken als ich ankam......



Vor ein paar Jahren hatten wir mal folgendes Szenario: der beste aller Ex-Ehemänner, ich und unsere alte Hündin Baska am Strand. Kaum Leute da, Nebensaison. Wir also ausnahmsweise mal über den Autostrand gelaufen. Weit und breit nur ein Auto zu sehen, 2 ältere Leutchen auf Klappstühlen daneben. Autotüren geschlossen, aber Scheiben unten. Tiefflieger über`n Strand - und Baska in Panik ebenfalls im Tiefflug unterwegs, sozusagen. Und zwar geradewegs zum scheinbar einzigen sicheren Ort - durch die geöffnete Scheibe des fremden Wagens und auf den Rücksitz! Die Fotoausrüstung, die da lag, hat sie dabei nicht weiter gestört. Ich hör` die Leutchen heute noch schimpfen. Hab aber nix verstanden - spreche nämlich kein Dänisch.......

Montag, 14. September 2009

In Vino veritas Dänemark Teil 3

Also, ich musste grad mal wieder an den besten aller Ex-Ehemänner denken. Und daran, ob er vielleicht manchmal doch recht hatte. Von wegen dem vielen Zeug, dass er immer in den Urlaub mitgeschleppt hat (und ich nicht - siehe Dänemark Teil 1). Aber wirklich nur manchmal!

Jedenfalls, das Wetter war schon wieder schlecht (den Bikini hätte ich mal getrost daheim lassen können!). Nachdem ich inzwischen mit jedem Astloch in der Sauna per Du war, dachte ich, ich versuch`s halt mal mit geistigen Getränken. Schöntrinken und so. Wobei ich normalerweise nicht viel trinke. Wegen der Folgen. Ich vertrag nämlich nix. Einmal, vor Jahren, da gab es in meiner Firma ein Sommerfest. Mit reichlich kostenlosen Getränken. Da hab ich mein Herz für Caiprinha entdeckt. Am nächsten Tag war ich mit der halben Belegschaft per Du und ich hab keine Ahnung wie es dazu gekommen ist! Angeblich gab es Bilder von mir, wie ich auf einem Tisch..... - aber lassen wir das. Jedenfalls bin ich seitdem vorsichtig, meistens wenigstens.

Aber wo das Wetter doch schon auf eine mittelschwere Sintflut hindeutete, dachte ich, ein Fläschchen Wein könnte nicht schaden. Nun hatte ich ja keinen dabei. Also ab in den örtlichen Supermarkt und an`s Weinregal. Unteres Preissegment, versteht sich. Umgerechnet waren das aber immer noch so zwischen 7 und 10 Euro.

Hmmm - und ich hab natürlich keine Ahnung von Wein, ich geh` nicht mehr auf Weinproben. Einmal war auf einer und hab immer das ganze Glas ausgetrunken, uups. Wie peinlich das war!
Vor allem später, im Bus.

Also nach dem Etikett richten. Bleibt ja nix anderes übrig. Und da hab ich einen Rotwein gefunden aus Valencia. Seit meinem letzten Urlaub dort hab ich zwar ein ambivalentes Verältnis zu Valencia (hab mir nämlich am 2. Urlaubstag das Sprunggelenk gebrochen), aber andererseits versprach das Etikett südliche Sonne, also her damit.

Na gut, dass ich erst mal nur eine Flasche genommen hab! Der Geschmack lag irgendwo zwischen Essigessenz und Kamelpisse (oder was ich mir halt so als Laie unter Kamelpisse vorstelle) - uuuäähhh......... Und in die Sauna konnte ich danach auch nicht mehr gehen, da hätte ich ja alle Astlöcher doppelt gesehen!

Sonntag, 13. September 2009

Sauwetter - Dänemark Teil 2

Die Fahrt verlief dann reibungslos. Gut ein paar Deppen sind ja immer unterwegs.....



Gleichzeitig mit uns in Dänemark angekommen ist leider auch die Hurricane-Season. Man nennt das hier allerdings atlantisches Tief mit orkanartigen Windböen und Starkregen. Oder so ähnlich.

Klasse. Endlich mal `ne Abwechslung zum ständigen schönen Wetter zuhause! Ha, ha..... Aber das Ferienhaus ist gemütlich. Zur Zeit keine Nachbarn außer Fuchs und Hase und einer fetten Kreuzspinne. Allerdings habe ich das Gefühl, dass ich für die Sauna noch dankbar sein werde. Und vielleicht hätte ich doch die Gummistiefel mitnehmen sollen. Ach stimmt ja - war kein Platz mehr im Auto.


Ich hab doch nur `nen Panda! Dänemark Teil 1




Also früher (viiiieel früher!), als ich noch mit dem besten aller Ex-Ehemänner nach Dänemark in Urlaub gefahren bin, waren wir immer mit einem großen Auto unterwegs. VW-Passat - mindestens! Später mit einem Van und zuletzt sogar mit Van und Anhänger dran.

Weil - der beste aller Ex-Ehemänner wollte für alle Eventualtitäten des Lebens gerüstet sein (als ob das möglich wäre!) und hat einfach alles mitgeschleppt, was man (und Frau) vielleicht eventuell brauchen könnte - plus noch ein paar Sachen extra.

Unser Vorräte hätten also locker ausgereicht, um eine längere Hungersnot oder Dürreperriode zu überstehen obwohl wir selten länger als eine Woche unterwegs waren........

Aber: das Leben in Dänemark ist teurer als in good old Germany. Also musste logistisch ein akkurater Plan erstellt werden, was wo wie wann und warum gegessen werden sollte. Der beste aller Ex-Ehemänner ist halt Perfektionist. Die erforderlichen Zutaten wurden dann daheim gekauft und sozusagen nach Dänemark exportiert. Ich war immer froh, dass wir an der Grenze nicht kontrolliert wurden (Schengen sei dank!).

Auch die alkoholischen Vorräte wurden im Detail geplant und in Deutschland besorgt. OK - Spirituosen sind in nordischen Ländern richtig teuer, aber was weiß ich denn heute, worauf ich nächste Woche Lust habe? Bier? Rotwein? Sundowner? Des Rätsels Lösung: einfach ALLES mitnehmen und zwar in größeren Mengen. Wird ja nicht schlecht.

So waren wir zumindest immer gut gerüstet. Sogar das Brennholz hatten wir mit. Und natürlich Bettwäsche, Klopapier, Handtücher, Hundefutter und, und, und....... Ganz egal wie groß der Wagen war, er war immer voll!

Als ich mir dann im vergangenen Jahr ein neues Auto gekauft habe, habe ich mich für einen Kleinwagen entschieden. Weil ich nämlich jeden Tag in Frankfurt einen Parkplatz brauchte. Kleine Parkplätze + Probleme beim rückwärts einparken = kleines Auto! An Urlaub habe ich irgendwie nicht gedacht.

Und jetzt steht doch mal wieder ein Trip nach Dänemark an. Ergo: es werden KEINE Lebensmittel in Deutschland gekauft, kein Bier und schon gar kein Brennholz. Aber der Hund muss mit und Muttern will mit. Also Gepäck für 2 Personen und Hund. Für schönes Wetter und Sauwetter. Für Sauna und Strand. Mit Bettwäsche und Klamotten.

Ich stehe also vor einer logistischen Herausforderung, oder noch besser - ich brauche ein mittelschweres Wunder! Und wie war das gleich mit den zulässigen Gesamtgewicht?

Nächster Tag. Das Wunder ist geschehen und irgendwie ist es mir gelungen, alles in meinen Fiat Panda zu quetschen. Bin ich froh, dass ich mich seinerzeit nicht für den 500erter Fiat entschieden habe.......

Montag, 31. August 2009

Von der zwingenden Notwendigkeit, bei 28°C einen Wintermantel zu kaufen

Also, letztes Wochenende war meine Freundin aus Hamburg zu Besuch. Lange vorbereitet, immer wieder verschoben, aber letztendlich hat es nun doch geklappt. Und was machen zwei Mädels so, die sich fast ein Jahr nicht gesehen haben? Qatschen? Na klar. Ausgehen? Natürlich! Ein, zwei Cocktails? Sicher! Aber nicht nur....

Jedenfalls, am Samstagnachmittag haben wir beschlossen: wir gehen mal bummeln! Nur gucken, nix kaufen, wie beim fliegenden Teppichhändler in Tunesien. Wir also rein ins Auto und ab nach Darmstadt.

Ich persönlich bin ja eher so der Katalog-Shopping-Typ. Weil, ich hoffe ja, dass ich in dem abgebildeten Fummel genauso toll aussehe wie das Model im Katalog. Nur dass das Model 1,80 Meter gross ist und 60 Kilo wiegt und der heiße Dress an einer kleinwüchsigen Person, die dann doch ein bisschen (äähmm....) schwerer ist, irgendwie ganz anders wirkt. Und wenn ich früher mal mit dem besten aller Ex-Männer shoppen war hieß es immer nur: das ist aber teuer, kannst Du Dir das eigentlich leisten? Oder: ist das nicht ein bisschen zu gewagt bei Deinen Beinen? Und diese Farbe? Also ich weiß ja nicht.....Charmant - gell?

Also mit einer Freundin ist das was ganz anderes! Da heißt es: das sieht aber toll an Dir aus, genau Deine Farbe! Und für den Preis kriegst Du das niiiiiieeeee mehr! Also her damit zum Teufel! Außerdem können wir ja nix dafür, liegt in unseren Genen. Männer sind Jäger und wir Frauen sammeln eben. Schuhe zum Beispiel. Und Gürtel. Oder Taschen. Sonnenbrillen. Und dann noch die Dinge, die die kommende Saison ganz dringend erfordert. Die 35igste Jeans zum Beispiel und das total angesagte knappeTop (wobei abzusehen ist, wann ich deswegen eine Nierenbeckenentzündung bekommen werde.........).

Und dann halt noch dieser Wintermantel! Der absolute Traum in dunklem Lila. Auf den habe ich praktisch mein ganzes Leben gewartet. Ich wusste es nur bis letzten Samstag nicht. Sah natürlich bei der Anprobe etwas seltsam aus über meiner olivgrünen Outdoorhose mit dem Camouflagemuster . Die Verkäuferin hat auch ein bisschen komisch geguckt. Na ja, irgendwie haben wir den Alterdurchschnitt in dem Laden auch deutlich angehoben. War uns aber egal. Corinna meinte einen Blazer, eine Sonnenbrille und eine Kette später, dass sie in Hamburg nicht soooo schöne Läden hätten. Und das Einkaufen alleine nur halb so viel Spaß macht.

Schade, dass das Wochenende dann so schnell um war. Aber im Herbst kommt sie wieder. Dann fahren wir ins Wertheim Village........

Montag, 24. August 2009

Das kalte Grauen.......

......oder aber kleiner Nachtrag zum Post "Kassensturz".

Letzten Freitag im Markt. So gegen 19.30 Uhr. Es ist immer noch heiß - zugegeben. Und die Leute haben im Garten gearbeitet oder auf dem Bau oder was weiß ich wo. Da transpiriert der eine oder andere schon mal etwas und dafür hat man ja Verständnis, natürlich.

Aber mal ganz unter uns - es gibt Dinge, die müssen nicht sein! Also noch mal zurück zur Ausgangssituation. 19.30 Uhr, Kassenbereich. Es gibt eine kleine Schlange. Aber wirklich nur eine kleine, der Hauptansturm ist vorbei. Auffällig ist, dass da um den ähhhh, etwas korpulenteren Mann, der als 3. Person wartet, ziemlich viel ungenutzter Raum ist. Das ist dann doch eher ungewöhnlich. Als er näher kommt, merke ich warum: eine Duftwolke der Marke ungewaschene Kleidung und alter Schweiß zieht in meine Nase. Die Dame vor dem besagten Kunden räumt ihre Ware in absoluter Rekordgeschwindigkeit zurück in den Einkauswagen und verlässt den Markt fluchtartig. Nur ich kann mal wieder nirgendwo hin... Das Schicksal rückt also unsausweichlich näher.

Heroisch füge ich mich und scanne die Ware des Kunden akkordartig. Eine Kiste Bier, Kartoffelchips, ein Ring Fleischwurst, Brötchen aus dem Backshop. Na wenigstens geht das schnell! Als der Mann den Kasten vom Band nimmt (worauf er übrigens sowieso eigentlich gar nichts verloren hat....) fallen mir dunkle Ränder auf dem gestreiften Muscle-Shirt Größe XXXXL auf. Kann ja irgendwie nicht jeder duschen bevor er zum Einkaufen geht, aber, mal ganz ehrlich, schön wär`s doch, jedenfalls manchmal.

Na ja, inzwischen sind wir beim Zahlen angekommen. Ich lehne mich in meinem Stuhl zurück soweit es meine 0,5 Quadratmeter zulassen, hilft aber nicht viel. Er kramt in den Taschen seiner verblassten Jeans nach Geld, reicht aber wohl nicht ganz, jedenfalls steckt er eine handvoll Münzen zurück. Und nun? Er zieht sein Shirt aus dem Bund der Hose und auf meinem Gesicht macht sich vermutlich ein Ausdruck ungläubigen Staunen`s breit. Er wird sich doch jetzt hier nicht ausziehen? Oder etwa doch? Zumindest öffnet er den Hosenknopf. Ich halte die Luft an (aus verschiedenen, leicht nachvollziehbaren Gründen) und so eine Art Fluchtreflex setzt bei mir ein. Nur kann ich immer noch nirgendwo hin..... Inzwischen ist seine rechte Hand in der Hose verschwunden (worauf mein linkes Augenlid zu zucken beginnt - das tut es immer, wenn ich hochgradig nervös bin) und es sieht aus als suche er etwas. Und tatsächlich - zum Vorschein kommt eine Gelbörse an einer kurzen Kette. Der Mann zieht einen 50iger aus dieser Börse und lächelt mich freundlich an, als er ihn mir mit großer Geste überreicht. Ich denke dabei an Dinge wie Sagrotan und chirurgische Handschuhe und ringe mir ein "schönes Wochenende" ab, bevor ich meine Kasse schließe und in den Waschraum flüchte. Schade nur, dass es bei uns keine Duschen gibt!

Samstag, 8. August 2009

Kassensturz

Ich weiß nicht, ob Ihr es schon wusstet - aber ab und zu schlüpfe ich in mein Lieblingsshirt mit dem mehr oder weniger dezenten Aufdruck "Wir lieben Lebensmittel" und verwandle mich in eine Kassenmaus.
Das bedeutet, ich betrete den Supermarkt meines Vertrauens und für ein paar Stunden sitze ich in einem winzigen Kassenabteil, das ähnlich wie ein Hamsterkäfig vollgestopft ist mit merkwürdigen Dingen. Neben dem - absolut sinnvollen - Mülleimer gibt es da oft -meist halb gefüllte- Getränkeflaschen der letzten 3 Kassenmäuse vor mir, ca. 1000 zerknüllte Kassenzettel, die neben dem Abfalleimer gelandet sind, einen Vorrat an Kassenrollen, Reinigungsspray, Reste von Salatblättern, Blumenerde und so weiter und so weiter. Im Gegensatz zu einem Hamsterkäfig gibt es kein Laufrad, dafür aber ein Laufband.
Auf dem rollen nun sämtliche nützlichen und weniger nützlichen Dinge des gesamten Universums heran. Scheinbar endlos rücken Schweinesteaks, Weinkisten und Katzenstreusäcke auf mich zu, dicht gefolgt von Wassermelonen, Käseecken, Blumen, Eistüten und Zigarettenschachteln. Es gibt einfach nichts, was es nicht gibt! Ist doch einfach, denkst DU. Ab über den Scanner und weiter zum nächsten. Stimmt - wenn auch nur eingeschränkt. Denn da ist ja noch die Sache mit den PLU-Nummern. Die gibt es für alle möglichen Dinge, die sich halt nicht so einfach scannen lassen: Mohrrüben und Maracujas, ca. 20 Sorten Salate, und, und, und.... Macht aber nichts, die Liste ist nur ungefähr 15 engbedruckte Seiten lang und irgendwann werde auch ich in der Lage sein, mir das alles zu merken. Wenn es schnell geht, in etwa 300 Jahren, vielleicht.
Trotzdem mag ich diesen Job, denn es handelt sich um eine interessante und abwechslungsreiche Tätigkeit. Jede Woche lerne ich irgend ein neues, exotisches Obst kennen, von dem ich im Traum nicht angenommen hätte, das es zum menschlichen Verzehr geeignet ist. Auch die Preise ändern sich ständig. Was die Aushilfe, also ich, im Normalfall aber erst mitbekommt, wenn der erste Kunde sich beschwert, dass die Erdbeeren heute nicht 2.49 sondern nur 1.99 kosten...... Murphy`s Law tritt auch hier in Kraft, denn der Kunde merkt es nicht sofort, sondern erst nach eingehendem Studium seines Kassenbons. Und das heißt dann, man muss einen Verantwortlichen mit Kassenschlüssel rufen, um den Betrag ausbuchen und richtig stellen zu können. Dieser ist aber garantiert gerade in diesem Augenblick entweder
a) in der Pause oder
b) im Lager am anderen Ende des Marktes.
Die Schlange hinter der Kasse reicht inzwischen bis zur Kühltheke und die Leute denken über moderne Formen der Lynchjustiz nach........ So etwas bringt doch Spannung in das Alltagseinerlei!
Außerdem sehe ich an meiner Kasse endlich einmal alle Leute (und zwar, ob ich will, oder nicht), die ich sonst nie treffe. Nicht, dass ich viel Zeit hätte um zu plaudern, aber immerhin behält man auf diese Weise die Gesichter im Gedächtnis. Das ist doch schon mal was!
Sehr schön finde ich auch immer wieder die verschiedenen Varianten, die Waren auf das Laufband zu packen. Das gibt es Menschen, die machen das superordentlich, die Barcodes schön nach unten und alles in Reih und Glied, Warentrenner vorne und hinten. Andere wieder haben alles in eine Tüte gepackt, die sie dann völlig ungeniert auf`s Band kippen. Was ganz gerne zur Folge hat, dass Dinge herunterfallen. Und auch hier hat Murphy die Finger im Spiel: das sind dann grundsätzlich entweder Flüssigkeiten - besonders amüsant ist das bei Sekt, Sektflaschen explodieren beim Aufprall regelrecht und man fühlt sich wie bei der Siegerehrung der Formel 1. Dummerweise riecht man dann den Rest des Tages relativ unvorteilhaft. Oder aber es handelt sich um klebrige Produkte, wie Joghurt oder Sahne, dann muss die Kasse geschlossen und geputzt werden. Und das bedeutet dann wieder - wie könnte es anders ein - Schlange!
Auch lernt man hinter einer Kasse viel für`s richtige Leben. Zum Beispiel, was für unterschiedliche Menschen es gibt. Da ist zu Beispiel der gestresste Businesstyp. Die Person hinter der Kasse nimmt er im Regelfall gar nicht wahr. Vermutlich denkt er, es handele sich um eine Maschine mit Menschenoutfit. Erkennbar ist der Businesstyp an Anzug und Krawatte (auch bei 30°C) sowie an der Freisprecheinrichtung seines Handys im Ohr. Wenn er nicht gerade lautstark telefoniert (nein, der Empfang ist nicht schlecht, es soll nur jeder im Markt mitbekommen, wie wichtig er ist), klingelt dieses Handy. Er kauft meist nicht viel, aber von guter Qualität und zahlt stets mit EC-Karte, auch wenn es nur 3,95 Euro sind. Das freundliche "Guten Tag" und Auf Widersehen und ein schönes Wochenende" der Roboterfrau hinter der Kasse ignoriert er.
Oder nehmen wir den Kontrollfreak. Auch eine sehr schöne Spezies! Der Kontrollfreak packt seine Waren sehr ordentlich aufs Band. Dabei prüft er nochmals sämtliche Mindesthaltbarkeitsdaten was zur Folge hat, dass es größere Lücken auf dem Band gibt und sich bei der Kassiererin dafür alles staut. Die darf nämlich keinesfalls anfangen zu scannen, sondern muss abwarten, bis er auch wirklich die allerletzte Knoblauchzehe auf`s Band gelegt hat. Dann stellt er sich umittelbar vor die Kassiererin, wo er die Anzeige, auf der der jeweilige Preis beim einscannen erscheint, im Auge behalten kann. Jetzt kann es endlich losgehen! Aber nicht so schnell bitte, er muss ja noch mit den Preisen im Angebotsblatt vergleichen. Unnötig zu erwähnen, dass wir mal wieder eine Schlange vor uns haben.......... Da er die Preise kontrolliert, kann er unmöglich jetzt schon seine Waren die in die dafür mitgebrachten Boxen packen. Das macht er dann wenn er gezahlt hat - möglichst passend natürlich, vermutlich hat er bereits im Vorfeld alles genauestens berechnet. Was ihn jedoch nicht davon abhält, seinen Kassenbon anschließend noch eingehend zu kontrollieren. Habe ich schon erwähnt, dass der Kontrollfreak IMMER ein Mann ist?
Gerne genommen werden auch Rentner. Wie wir alle wissen, haben Rentner und Arbeitslose nie Zeit (aber offenbar haben unsere Rentner mehr Geld als unsere Arbeitslosen....). Sie kommen daher grundsätzlich im dicksten Getümmel, mittags um 1.00 Uhr etwa, bei Schichtwechsel an der Kasse, oder aber um 20.58 Uhr - um 21.00 Uhr wird der Markt geschlossen.
Gerne erscheinen sie zu zweit oder zu dritt, denn an so einer Supermarktkasse hat man endlich einmal Zeit über die grundlegenden Dinge des Lebens zu philosophieren. Oder man führt einfach das wichtige Gespräch -etwa wie man der Schneckenplage im Garten Herr wird- das man schon vor einer Stunde auf dem Parkplatz vor dem Markt begonnen hat, weiter. Dass die Kassiererin, die ja nach 8 Stunden harter Mühsal jetzt gerne Feierabend machen möchte, schon nervöse Zuckungen im Gesicht hat, fällt ihnen nicht weiter auf. Wird dann die Endsumme in roten Münzen aus einem Briefumschlag oder einer kleinen Plastiktüte vor der Kassiererin ausgeleert, kann es schon mal vorkommen, dass sich deren Gesichtsfarbe ins violette verändert....... Gerne hören wir in diesem Zusammenhang auch die wohlmeinenden Worte : "ich weiß doch, dass Sie immer Kleingeld brauchen". Ja brauchen wir! Manchmal. Aber nie abends um 21.00 Uhr! Weil wir dass dann nämlich alles auch noch zählen müssen........
Ich könnte noch sooooo viel erzählen. Aber das geht leider nicht. Der Supermark meines Vertrauens wartet! Bis zum nächsten Mal!
Eure Ingrid

Donnerstag, 30. Juli 2009

Lust auf `ne Party?


ich habe mal wieder ganz tief in der Schatzkiste gegraben und das eine oder andere Schmuckstück gefunden. Hier zum Beispiel ein Armband in den Farben Silber, Schwarz und Weiß. passt zu vielen Outfits und ist peppig. Es wird als Spirale um`s Handgelenk gelegt, dadurch passt es universell für alle Größen und man kann es nicht verlieren. Natürlich ist es ausserdem ein Unikat und Handarbeit. Ein echter Hingucker!


 
Verwendet habe ich Metallzierteile, Strassrondelle, Kunstoff- und Glasperlen sowie Hämatitelemente.
Getragen ist das Armband dann rund 4 cm breit und dabei superleicht.

Unten noch ein paar andere Armbänder der gleichen Serie.

 






Montag, 27. Juli 2009

Hotel und Hund

Also, ich kann gar nicht verstehen, warum es immer noch so viele Hotels gibt, die uns Hunde nicht als Gäste akzeptieren! Na stimmt doch.....

.....Hunde rauchen nicht im Bett. Sie verursachen also weder Zimmerbrände noch Brandlöcher in Gardinen und Bettwäsche!

.....Hunde bestellen nicht um 3.45 Uhr morgens den Zimmerservice (obwohl sie das vielleicht gerne würden wenn sie könnten...).

.....Hunde klauen weder hoteleigene Bademäntel noch Handtücher.

.....kein Hund würde auf die Idee kommen, morgens um 6.00 Uhr am Pool eine Liege zu reservieren.

.....Hunde meckern garantiert nie über lauwarmen Kaffee und steinharte 3-Minuten-Eier.

.....und ein Hund würde nicht versehentlich den Zimmerschlüssel mitnehmen wenn er abreist.

Also Leute bitte - mehr hundefreundliche Hotels. In diesem Sinne




Eure Luna

Donnerstag, 16. Juli 2009

Nähkästchen, die 2te

Zunächst einmal vielen Dank über die zahlreiche Resonanz! Auch über die auf meine Mailadresse und die Nachrichten in WKW. Interessanterweise haben mir viele Männer geschrieben, die behaupten, auch ein Nähkästchen zu besitzen.

Daher an dieser Stelle eine kurze Info:

Wenn in dem Nähkästchen Schrauben und Muttern drin sind, nennt man es gemeinhin

"Werkzeugkiste".

Ich hab übrigens auch eine, aber da sind meine Malsachen drin, also Pinsel, Farben, Kreide und all so etwas. Meine Schrauben, Muttern und Nägel hebe ich an verschiedenen Orten in der Wohnung auf, was zur Folge hat, dass ich NIE das finde, was ich gerade suche........ Vielleicht sollte ich das mal restrukturieren. Ich hatte sogar schon einmal damit angefangen und mir im Baumarkt eine Sammelbox aus Kunststoff gekauft, sammt Schrauben versteht sich. Nur - da sind jetzt alle meine Perlen drin, ist so schön praktisch weil man von außen schon sehen kann, was innen drin ist. Ich frag`mich nur gerade, wo ich die Schrauben hin hab.......

Dienstag, 14. Juli 2009

Und schon wieder eine.....



Die ist neu. Ich kann es einfach nicht lassen......... Wo ich doch sowieso keinen Platz mehr habe. Aber schön, oder? Mit Metalldraht gehäkelt.
 
 
 

Aus dem Nähkästchen geplaudert......

.......welche Frau unter 70, bitteschön, hat eigentlich noch ein Nähkästchen? Ich meine, so ein richtig klassisches zum aufklappen? Und wieso sollte man daraus plaudern? Also,meine Mutter (über 70...) hat eines, das aber nicht wirklich benutzt wird. Ich hab mal eine Bestandsaufnahme gemacht und weiß jetzt auch warum:

5 Stecknadeln (mit Alibifunktion),
1 Kassenzettel aus dem Jahr 1978,
ca. 45 unterschiedliche Knöpfe (na ja, die kann man durchgehen lassen),
1 Einstellknopf einer Nachtspeicherheizung (die wurde, wenn ich mich richtig erinnere, 1985 entsorgt.....),
20 cm Rolladengurt,
genug Tesamoll um die Fenster der hiesigen Schule komplett abdichten zu können, klebt aber nicht mehr.
1 Haarnadel,
diverseWollreste,
1 Einweckgummi

So gesehen scheint mir ein Nähkästchen auch so etwas wie eine Schatzkiste zu sein. Oder eine Art Überraschungsei in groß.

Ich hab übrigens auch so eine Sammlung, allerdings in einer Schuhschachtel. Daher könnte ich folgendes hinzufügen:

die Milchzähne aller meiner Hunde,
ein getrockneter Seestern (riecht irgendwie komisch....),
etwas, was ich mal am Strand gefunden habe und für Bernstein hielt, ist aber nur Glas,
diverse Münzen aus dem Ausland
und ein gerissene Gitarrenseite.

So, und jetzt weiß ich immer noch nicht, warum man sagt: "aus dem Nähkästchen geplaudert...." Vielleicht weil uns all diese Dinge eine Geschichte erzählen könnten?