Die Schatzkiste

Kleines und Feines, Schönes und Schräges, Witziges und Nachdenkliches. Kunst und Schmuck für die schönen Seiten des Lebens, die Geschichten dazu und ein paar private Gedanken.

Donnerstag, 11. März 2010

Südafrika! Krüger Nationalpark und Abschied nehmen

Am nächsten Tag klingelt um 04.30 Uhr der Wecker. Den habe ich mir extra geliehen, damit wir den Bus nicht verpassen.....

Es geht nämlich früh los zum Krüger Nationalpark. Die Fahrt dort hin dauert gut eineinhalb Stunden. Direkt nach dem wir das Orpen-Gate passiert haben, sehen wir 3 Geparden auf der Piste. Unser Guide ist ganz aufgeregt, weil das eine absolute Seltenheit ist. Es gibt nur noch ca. 350 Stück im Park. Geparden können in 2 Sekunden von 0 auf 72kmh beschleunigen - da kommt mein kleiner Fiat nicht mit.... Über eine kurze Distanz schaffen sie sogar 100kmh!

Kurz darauf sehen wir unseren ersten Elefanten. Er steht so dicht an der Straße, dass man ihn kauen hören kann! Das macht Appetit und gegen 09.30 Uhr fahren wir einen Rastplatz an und veranstalten ein Picknick. Lecker, was Webers uns alles eingepackt haben!

Und noch einmal haben wir Glück: wir sehen einen Leoparden. Normalerweise verschlafen die den Tag irgendwo gut versteckt. Im Vergleich zu dem Geparden fällt auf, dass der Leopard größer und muskulöser ist. Aber auch er ist verdammt schnell - für ein Foto reicht es leider nicht, wir sehen ihn nur von hinten in einer Staubwolke verschwinden.

Im Laufe des Tages gibt es noch allerhand Getier zu bestaunen: Giraffen, Büffel, Mungos, Wasserböcke, Hippos (Nilpferde - leider immer ziemlich weit weg. Aber in Makutsi gibt es ja auch ein Nilpferd - Esmeralda), eine Kolonie Weißstörche, Murmeltiere, Impalas, Gnus, Krokodile, einen Gaukler- und einen Fischadler, Steinböcke, Schabrakkenschakale und, und und..... Wir kommen voll auf unsere Kosten. Das heißt fast - ein Löwe wäre natürlich noch schön gewesen, aber die sind irgendwie gerade ganz woanders. Schade!

Nach der Mittagspause verziehen sich die Amis nach hinten im Bus um ihr Jetlag auszuleben. Das bedeutet, sie verschlafen die Rückfahrt. Kurz nach 4 sind wir wieder in Makutsi. Nach ein paar Runden im Pool und Kaffee und Kuchen bei den Schweizern bin ich nur noch müde und will ins Bett.

Am nächsten Tag ist ausruhen angesagt. Römerbad, Pool, Liegestuhl, ein bisschen malen. Zum Abendessen gibt es Babootie, ein kapmalaisches Essen mit viel Curry. Sehr scharf und extrem lecker.

Und dann kommt er auch schon: Freitag - unser letzter Tag in Makutsi. Nach dem Frühstück geben wir unsere letzten Rand für Souvenirs aus. Um 15.00 Uhr haben wir noch eine Pirschfahrt. Übrigens die beste bisher: wir fahren mitten durch eine Herde Giraffen. Das kann man gar nicht beschreiben! Die Tiere lassen sich durch uns nicht stören. Auch drei Nashörner treffen wir, diesmal ist ein sehr nervöser Bulle dabei. Ein paar Mal sieht es so aus, als wolle er gleich auf uns losgehen, aber jedes Mal überlegt er es sich anders. Einfach ein gigantisch guter Ausflug!

Aber leider geht auch die schönste Zeit einmal vorüber. Um 11.00 Uhr am nächsten Morgen fahren wir in Richtung Jo`burg ab. Der Abschied fällt uns richtig schwer! Wir haben uns in Makutsi zuhause gefühlt.

Gegen 1600 Uhr sind wir am Flughafen. Nun heißt es warten, unser Flug geht erst abends. Ein witziges Detail: ich darf hinter den Counter gehen und mir meine Sitzplätze selbst buchen. Der Kollege am Flughafen ist neu und kennt sich noch nicht so gut aus..... Der Rückflug ist noch schlimmer als der Hinflug - aber das ist wieder eine andere Geschichte und kommt später.