Die Schatzkiste

Kleines und Feines, Schönes und Schräges, Witziges und Nachdenkliches. Kunst und Schmuck für die schönen Seiten des Lebens, die Geschichten dazu und ein paar private Gedanken.

Sonntag, 14. November 2010

Wochenende!

und wieder einmal ist es so gut wie um, das Wochenende. Gott sei Dank möchte ich sagen. Gestern ging ja gerade noch so. Keine nennenswerten Verpflichtungen, wenn man einmal von einer selbstauferlegten absieht,  nämlich jeweils Samstag und Sonntag joggen zu gehen. Mindestens 45 Minuten. Was mir normalerweise auch Spaß macht. Nicht aber bei orkanartigen Windböen und Regen wie gestern vormittag...... das erschwert das Laufen doch immens. Vor allen Dingen, wenn man, wie ich, über Feld, Wald und Wiese läuft. Die Wege verwandeln sich in Null komma nichts in Schlammpisten und bei  jedem Schritt hat man das Gefühl, Gewichte mit sich herumzuschleppen. Ist aber nur Matsch, der an den Schuhen klebt. Und das Ganze dann noch bei ordentlich Gegenwind......

Leider konnte ich das Joggen aber nicht auf den Nachmittag verschieben, da musste ich nämlich an "meine" Supermarktkasse. Wie immer in letzter Zeit war viel los, auch wenn es ausnahmsweise mal keine besonderen Vorkommnisse gab. Jedenfalls keine, über die es sich zu berichten lohnt. Nur der ganz normale Wahnsinn eben. Um 23.00 Uhr bin ich dann wie tot ins Bett gefallen, mein Kopf hat den Aufschlag aufs Kissen schon nicht mehr mitbekommen.

Heute früh dann ein ungewohntes Klingeln. Ich öffnete vorsichtig eine Auge, mein Wecker zeigte gerade mal 9.04 Uhr. Eigentlich eine ganz passable Zeit, aber nicht für mich. Und schon gar nicht sonntags. Ich das Auge wieder zu und die Decke über den Kopf. Das Klingeln ließ  sich davon aber nicht beirren und hielt hartnäckig an. In der Zwischenzeit war es mir gelungen das lästige Geräusch als das Läuten meines Bürohandys zu identifizieren. Also sicherheitshalber doch mal rangehen, vielleicht brennt das Büro ja gerade ab oder wir hatten Einbrecher oder was weiß ich denn. Es war aber nur mein Boss.

"Hab ich Dich etwa geweckt?" Neeeee - wo denkst Du denn hin. Ich steh sonntags immer mitten in der Nacht auf, dachte ich, sagte es aber nicht. Will ja auch am Endes dieses Monats mein Gehalt überwiesen bekommen.  Ich also: "Nein bin wach, was ist denn?"   Er "ja -  wolltest Du nicht heute ins Büro kommen?"  Ich (unterdrücktes Gähnen....) "ja - aber erst heute Nachmittag". Ich muss dazu sagen, Freitag, als das Wetter grottenschlecht war, hatte ich beschlossen, mich mal für ein paar Stunden ganz in Ruhe an unsere New York Planung zu setzen. An sich eine gute Idee, nur hätte ich besser die Klappe gehalten..... Chef: "na ja, dann leg ich Dir ein paar Sachen auf Deinen Schreibtisch, kannst ja heute Nachmittag mal gucken, ob Du das erledigen kannst". Na prima, das war jetzt eigentlich nicht der Sinn der Übung.

Nachdem meine Nachtruhe also ein solch appruptes Ende gefunden hatte, quälte ich mich aus dem Bett. Ein Blick aus dem Fenster zeigte mir einen strahlend schönen Tag. Klasse, denke ich. Wie komm`ich jetzt wieder raus aus der Nummer? Aber erst mal joggen. Kann keiner behaupten, ich hätte keine Diziplin. Diesmal bei Traumwetter und 17°C. Und das am 14. November. Ich also mit Luna einmal um den Reinheimer Teich. Wir hatten beide unseren Spaß. Ich beim Laufen - Luna auf einem frisch gegüllten Acker, der mir irgendwie entgangen ist. Vermutlich weil ich gerade mit krampfhaft Luftholen oder so etwas abgelenkt war. Die Runde um den Teich ist deutlich länger als meine normale Laufstrecke. Zuhaus also erst mal den Hund duschen. Was übrigens nicht gerade eine Lieblingsbeschäftigung des Hundes ist. Das hatte dann zur Folge, das nicht nur der Hund nass war, sondern auch ich, das komplette Bad, der Flur, die Küche und einfach jeder Platz, den das kleine Monster in eingeseiften und klatschnassem Zustand mit seiner Anwesenheit beehrt hat. Also praktisch die komplette Wohnung, außer dem Schlafzimmer, da war glücklicherweise die Tür zu. Bedeutet: erst mal Wohnung putzen. Der Hund zerfetzte inzwischen das Handtuch, mit dem ich ihn eigentlich abtrocknen wollte. Anschließend war meine Laune dann so im Keller, dass ich dachte, auf ein paar Stunden Büroarbeit kommt es jetzt auch nicht an. Also ab ins Auto und in die Firma. Wo ich dann tatsächlich 3 produktive -  und verglichen mit dem restlichen Tag - ruhige Stunden verbracht habe. Und so hätte es dann eigentlich auch weitergehen können, wenn ich nicht auf die Wanhsinnsidee verfallen wäre, noch Zwiebelkuchen zu backen. Was dann noch mal 2 Stunden gedauert hat und ein anschließendes Großreinemachen meiner Küche erforderlich machte. Jetzt hab ich Schwimmhäute zwischen den Fingern vom vielen Putzen und Hund baden. Und ich bin müde. Zum Glück ist morgen Montag und ich darf wieder arbeiten gehen!